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Alle 24 Beiträge
Heimisches Fracking: Was Reserven, Potenzial und Förderrate unterscheidet
Energiepolitik · FrackingDeutschland fördert noch 4,5 Milliarden Kubikmeter Erdgas im Jahr und deckt damit rund fünf bis sechs Prozent seines Bedarfs; 2025 stieg die Förderung erstmals seit 2003 wieder leicht. Im Untergrund liegt nach amtlicher Schätzung der BGR ein Schiefergas-Potenzial von 320 bis 2.030 Milliarden Kubikmetern, eine Auftragsstudie hält eine Förderung von rund 20 Milliarden Kubikmetern im Jahr für möglich. Kommerzielles Fracking in unkonventionellen Lagerstätten ist verboten, die vier erlaubten Erprobungen fanden nie statt, und zwischen Potenzial und geförderter Menge liegen Jahre.
Wer trägt die Steuerlast? Warum die Antwort vom Maßstab abhängt
Steuern · VerteilungDie Einkommensteuer ist stark progressiv: 7,4 Prozent der unbeschränkt Steuerpflichtigen mit zu versteuerndem Einkommen tragen knapp die Hälfte ihres Aufkommens. Rechnet man alle Steuerarten zusammen, ist die Belastung nur schwach progressiv und unten sogar regressiv. Rechnet man Transfers mit, sind Haushalte unterhalb der Mitte netto Empfänger; die effektive Grenzbelastung liegt in der Mitte höher als bei hohen Einkommen und ist bei niedrigen Einkommen am höchsten. Alle drei Befunde stimmen, sie messen Verschiedenes. Welcher Maßstab der richtige ist, lässt sich nicht empirisch entscheiden, sondern hängt davon ab, wonach man fragt, und wie folgenreich diese Wahl ist, zeigt sich noch am jüngsten Entlastungspaket.
Atomkraft: Was würde ein Wiedereinstieg kosten und wie lange würde er dauern?
Energiepolitik · KernkraftNach dem Atomausstieg im April 2023 wird wieder über eine Rückkehr zur Kernkraft gestritten. Die vorliegenden Zahlen zeigen, was neuer Atomstrom kostet (Fraunhofer ISE: 13,6 bis 49 Cent je Kilowattstunde, teurer als Wind, Solar und Gas) und wie lange ein Neubau dauert (die jüngsten westeuropäischen Projekte: 17 bis 18 Jahre). Eine Reaktivierung der stillgelegten Meiler wäre nach einer Befürworter-Studie deutlich billiger (rund 37 Euro je Megawattstunde, weil die Baukosten bereits versenkt sind und daher nicht mit den Neubau-Werten vergleichbar) und bis 2031 machbar, zwischen Befürwortern und Betreibern aber umstritten. Kanzler Merz nennt den Ausstieg „irreversibel“, die EU-Kommission wirbt für eine „Renaissance der Kernenergie“.
„Chatkontrolle“ und Gesichtserkennung: Wie viel darf der Staat mitlesen und erkennen?
Digitales · ÜberwachungDer Staat setzt zunehmend auf automatische Erkennung: private Nachrichten nach Missbrauchsdarstellungen durchsuchen, Gesichter im Internet abgleichen, Kameras in Echtzeit auswerten. Die Bedrohung durch Kindesmissbrauch und schwere Kriminalität ist real, die Technik aber je nach Verfahren unterschiedlich zuverlässig, und die Grenzen setzen EU-Recht und Verfassung. Die echten Zahlen zeigen, wie viele Verdachtsfälle gemeldet werden, wie zuverlässig die Erkennung arbeitet und wo Sicherheit und Privatsphäre aneinandergeraten.
Bürgergeld: Wer bekommt es, und was ändert die neue Grundsicherung?
SozialesKaum ein Sozialthema wird so hart diskutiert wie das Bürgergeld — für die einen „Vollkasko“, für die anderen Existenzminimum. Seit dem 1. Juli 2026 ist es zur „neuen Grundsicherung“ umgebaut und heißt nun Grundsicherungsgeld — mit schärferen Pflichten und Sanktionen. Die echten Zahlen zeigen, wer es bekommt, ob es zum Leben reicht, ob sich Arbeit noch lohnt — und was die Reform ändert.
Schuldenbremse: Wie viel Schulden verträgt Deutschland?
HaushaltDie Schuldenbremse soll den Staat disziplinieren und kommende Generationen schützen — 2025 wurde sie zum ersten Mal grundlegend gelockert. Ein Jahr später wächst die Schuld auf 2,84 Billionen Euro, die Zinslast zieht an, und das neue Geld fließt langsamer ab als geplant. Die echten Zahlen zeigen, wie hoch Deutschlands Schuld wirklich ist, was sie kostet, was unterlassene Investitionen kosten — und was die Reform ein Jahr später bewirkt hat.
Informationsfreiheit: Was die geplante IFG-Reform ändern würde
Transparenz · Demokratie · VerwaltungSeit 2006 kann jede Person ohne Begründung Dokumente von Bundesbehörden anfordern — 2025 wurde dieses Recht so oft genutzt wie nie, rechnet man eine einmalige Massenkampagne des Jahres 2019 heraus. Nun hat der Koalitionsausschuss beschlossen, es neu zuzuschneiden: Anträge nur noch von natürlichen Personen mit berechtigtem Interesse, kostendeckende Gebühren, geschwärzte Namen. Befürworter verweisen auf Verwaltungsaufwand, den Schutz der Beschäftigten und Sicherheit, Kritiker sprechen von einer De-facto-Abschaffung. Die Daten ordnen ein, wer das Gesetz nutzt, was sich ändern würde und wo Deutschland im Vergleich steht.
Fachkräfteeinwanderung: Wie viele kommen, und reicht das für den Bedarf?
Migration · Arbeitsmarkt · FachkräfteDeutschland altert und sucht Fachkräfte — und hat sich mit dem reformierten Fachkräfteeinwanderungsgesetz und der neuen Chancenkarte nach eigener Darstellung das „modernste Einwanderungsrecht“ Europas gegeben. Doch wie viele kommen auf legalem Weg wirklich, auf welchen, und reicht das? Die Daten zeigen: Der Zuzug von Fachkräften ist gewachsen, bleibt aber ein schmaler Ausschnitt der Zuwanderung — und ein zentrales Nadelöhr ist die Anerkennung ausländischer Abschlüsse.
EU-Mercosur: Was das neue Handelsabkommen für Deutschland bedeutet
Außenhandel · Wirtschaft · LandwirtschaftSeit dem 1. Mai 2026 gilt das EU-Mercosur-Abkommen vorläufig — das bislang größte Handelsabkommen der EU. Über zehn Jahre ist der Handel kräftig gewachsen; das Abkommen baut nun hohe Mercosur-Zölle ab (Pkw 35, Wein 27, Maschinen bis 20 Prozent) und spart EU-Exporteuren rund vier Milliarden Euro im Jahr. Im Gegenzug öffnet die EU begrenzte Agrarquoten — beim Rindfleisch rund 1,5 Prozent der EU-Produktion. Gestritten wird über die Asymmetrie, faire Standards und den Regenwald. Die Daten ordnen ein, wie groß Chancen und Risiken wirklich sind.
Arbeitsmarktintegration: Wer arbeiten darf, und wie gut es im EU-Vergleich gelingt
Migration · Arbeitsmarkt · IntegrationDeutschland gewährt anerkannten Schutzberechtigten einen weitreichenden Zugang zum Arbeitsmarkt. Trotzdem führt schneller rechtlicher Zugang nicht automatisch zu schneller Beschäftigung. Eurostat-Daten zeigen: Im Ausland Geborene sind in Deutschland häufiger erwerbstätig als im EU-Durchschnitt. Zugleich ist der Abstand zu im Inland Geborenen größer als im EU-Schnitt. Bei ukrainischen Geflüchteten zeigt sich zusätzlich: Länder mit stärkerem „work-first“-Ansatz erreichten anfangs höhere Beschäftigungsquoten, die langfristige Bewertung bleibt aber offen.
Bundeshaushalt 2026: Wofür der Staat das Geld ausgibt, und wofür die neuen Schulden
Finanzen · BundeshaushaltDer Bund plant für 2026 Ausgaben von 524,5 Milliarden Euro — mehr als ein Drittel davon für Arbeit und Soziales, deutlich vor Verteidigung und Verkehr. Fast 100 Milliarden Euro sind neue Schulden allein im Kernhaushalt, dazu kommt das 500-Milliarden-Sondervermögen für Infrastruktur und Klima. Es soll zusätzliche Investitionen finanzieren — doch ob die Mittel wirklich obendrauf kommen oder reguläre Ausgaben ersetzen, ist umstritten.
China-Abhängigkeit: Wie viel De-Risking ist möglich?
Wirtschaft · AußenhandelDeutschland und China sind wirtschaftlich eng verflochten — eine Verbindung, von der beide Seiten profitieren und die zugleich Schlagseite hat: Die Importe aus China bleiben hoch, die Exporte sinken, das Handelsdefizit ist strukturell. Bei einzelnen kritischen Gütern wie den Magnet-Metallen für Elektromotoren importiert Deutschland nahezu vollständig aus China. Politisch heißt das Ziel „De-Risking“ — doch in den Handelszahlen ist davon bisher kaum etwas zu sehen.
Ganztag in der Grundschule: Reicht das Tempo für den Rechtsanspruch?
Bildung · FamilieAb dem 1. August 2026 hat jedes Kind, das neu eingeschult wird, Anspruch auf Ganztagsbetreuung — acht Stunden, fünf Tage, auch in den Ferien. Bundesweit besuchen 57 von 100 Grundschulkindern heute ein Ganztagsangebot, Eltern wünschen es für 65; zwischen Hamburg (99 Prozent) und Bayern (34 Prozent) liegen Welten. Die Zahlen zeigen, wo Plätze fehlen, wo nicht — und worüber kurz vor dem Start gestritten wird.
Umweltschädliche Subventionen: Wohin 65 Milliarden fließen, und warum der Abbau stockt
KlimaDer Staat fördert Klimaschutz — und verbilligt zugleich fossile Energie und Verkehr. Das Umweltbundesamt beziffert diese „umweltschädlichen Subventionen“ auf rund 65 Milliarden Euro im Jahr. Sind das verzichtbare Klimakiller oder nötige Entlastungen für Pendler, Landwirte und Industrie? Die echten Zahlen zeigen, wohin das Geld fließt, wer profitiert — und warum der Abbau so schwer ist.
Wer stimmt mit wem? Die Fraktionen im Bundestag
ParlamentBei namentlichen Abstimmungen zeigt sich, welche Fraktionen im Bundestag oft gleich votieren — und welche selten. Ein Chord-Diagramm macht diese Nähe und Distanz auf einen Blick sichtbar. Es ist eine rein beschreibende Karte des Abstimmungsverhaltens: Sie zeigt, wer wie oft dieselbe Mehrheit hatte — nicht, wer mit wem „kann“ oder wer recht hat.
Sozialstaat: Bremse oder Stütze der Wirtschaft?
WirtschaftDer Sozialstaat kostet rund ein Drittel der Wirtschaftsleistung — und ist zum Streitfall geworden: Die einen sehen eine Wachstumsbremse, die gekürzt gehört, die anderen eine Investition, die die Wirtschaft stabil hält. Beide Seiten haben Zahlen und Argumente. Die echten Daten zeigen, wie groß der Sozialstaat ist, wofür er das Geld ausgibt und wie er international dasteht — und ordnen den Streit neutral ein.
Die Rente und ihre Annahmen: Was trägt, und was, wenn es kippt?
RenteDie gesetzliche Rente ist umlagefinanziert: Die Beiträge von heute zahlen die Renten von heute. Das funktioniert, solange genug Erwerbstätige auf jede Rentnerin kommen — doch die geburtenstarken Jahrgänge gehen in Rente. Die echten Zahlen zeigen, wie stark die Last steigt, was die Annahmen versprechen und worüber gestritten wird.
Deutschlands Treibhausgase: 48 Prozent geschafft, der schwerere Teil kommt noch
KlimaDeutschland hat seine Treibhausgase seit 1990 fast halbiert: 2024 lagen sie bei 649 Millionen Tonnen, 48 Prozent unter dem Ausgangswert. Doch der Rückgang stammt fast vollständig aus dem Stromsektor, während Verkehr und Gebäude ihre Ziele verfehlen. Die echten Zahlen zeigen, was erreicht wurde, woher es kam — und wie steil der Weg zu den gesetzlichen Zielen 2030 und 2040 noch ist.
Wohnen: Warum so wenig gebaut wird, und die Mieten steigen
WohnenDeutschland verfehlt sein Wohnungsbau-Ziel deutlich: 2025 wurden so wenige Wohnungen fertig wie seit über einem Jahrzehnt nicht. Zugleich bleibt die Nachfrage hoch — und die Mieten steigen. Die echten Zahlen zeigen, wie groß die Lücke ist, wer was baut und worüber gestritten wird.
Gaskraftwerke, Erneuerbare, Technologieoffenheit: Warum mehrere Wege gleichzeitig nötig sein können
EnergiepolitikWirtschaftsministerin Reiche will neue Gaskraftwerke — während die Erneuerbaren Rekorde brechen. Ein Widerspruch? Die echten Erzeugungsdaten zeigen: Versorgungssicherheit, Klimaschutz und Wettbewerbsfähigkeit verlangen parallele Antworten. Mehrere Dinge können gleichzeitig richtig sein.
Zuwanderung und Arbeitsmarkt: Was die Zahlen zeigen
Migration · ArbeitsmarktDie Nettozuwanderung ist seit dem Rekordjahr 2022 stark gesunken — zugleich altert Deutschland und die Erwerbsbevölkerung schrumpft. Die echten Zahlen zeigen, woher Menschen kommen, warum sie kommen und welche Rolle Zuwanderung für den Arbeitsmarkt spielt. Jenseits der Schlagzeilen ist das Bild vielschichtig.
Die Zeitenwende in Zahlen: Wie Deutschland seine Verteidigung umbaut
VerteidigungInnerhalb eines Jahrzehnts ist Deutschland vom Zwei-Prozent-Nachzügler zum Land geworden, das die NATO-Marke erreicht — finanziert über ein 100-Milliarden-Sondervermögen und eine gelockerte Schuldenbremse. Die echten Zahlen zeigen, wie groß der Sprung ist, wohin das Geld fließt und worüber gestritten wird.
Energie im Bundestag: Wie viele Vorgänge pro Jahr?
Energiepolitik · ParlamentAuf Basis des amtlichen Dokumentations- und Informationssystems (DIP) des Deutschen Bundestags: die parlamentarische Befassung mit dem Thema Energie im Zeitverlauf.
Wie viele offene Energie-Daten verzeichnet die EU?
Energiepolitik · Offene DatenEin erster Beitrag mit echten Zahlen statt Beispielwerten: Das EU-Open-Data-Portal listet zehntausende energiebezogene Datensätze — aber sehr ungleich über die Themen verteilt.