Wie viele offene Energie-Daten verzeichnet die EU?
Ein erster Beitrag mit echten Zahlen statt Beispielwerten: Das EU-Open-Data-Portal listet zehntausende energiebezogene Datensätze — aber sehr ungleich über die Themen verteilt.
Von GURT-Redaktion · 31. Mai 2026
Echte Zahlen, offizielle Quelle
Anders als das Leitbeispiel weiter unten nutzt dieser Beitrag keine illustrativen Werte, sondern live abgefragte Metadaten des offiziellen EU-Open-Data-Portals. Die Visualisierung zeigt, zu welchen Energie-Stichwörtern wie viele offene Datensätze vorliegen.
| stichwort | anzahl (Datensätze) |
|---|---|
| Energie | 33.525 |
| Erneuerbare Energien | 19.346 |
| Windenergie | 2.943 |
| Solarenergie | 326 |
| Wasserkraft | 424 |
| Erdgas | 1.183 |
| Kohle | 1.951 |
| Energieeffizienz | 441 |
Die Verteilung ist stark ungleich: Übergreifende Begriffe wie „Energie" und „Erneuerbare Energien" führen mit Abstand, während spezifische Felder wie Solarenergie oder Energieeffizienz nur wenige Hundert Treffer haben. Das sagt zunächst etwas über Verschlagwortung und Datenpraxis aus — nicht über die politische oder wirtschaftliche Bedeutung eines Themas.
Woher die Daten kommen
Wer trägt eigentlich am meisten zu den offenen Energie-Daten bei? Eine Stichprobe der 300 relevantesten Treffer, aufgeschlüsselt nach Herkunftsland, zeigt ein klares Bild — mit einigen Überraschungen.
| land | anzahl (Datensätze) |
|---|---|
| Deutschland | 86 |
| Dänemark | 83 |
| Frankreich | 45 |
| Österreich | 19 |
| Irland | 16 |
| Belgien | 9 |
| Schweiz | 7 |
| Niederlande | 6 |
| Kroatien | 4 |
| Luxemburg | 4 |
Deutschland und Dänemark liegen fast gleichauf vorn, gefolgt von Frankreich. Bemerkenswert: Das kleine Dänemark hält mit großen Mitgliedstaaten mit — ein Hinweis auf seine ausgeprägte Open-Data- und Energiedaten-Kultur. Da es sich um eine relevanz-sortierte Stichprobe handelt, ist dies eine Momentaufnahme, keine vollständige Länderstatistik.